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Rabengesang

Inspiriert durch „Morrigu's Song“ von Poeta Magica

Der Wind trieb dunkle Wolken über den Abendhimmel, und mit ihnen kamen die Schwärme der schwarzen Vögel. Waren es hunderte oder Tausende? Eine solch riesige Versammlung von Krähen hatte Amadus noch nie gesehen. Zu Unzahlen hockten sie auf den Bäumen, und immer mehr kamen hinzu. Die stürmischen Böen ließen die kahlen, dicht besetzten Äste schwanken und trieben die anfliegenden Vögel zu akrobatischen Kurven. Ihr Lärm, von der Vielzahl der Stimmen zu einem auf- und abschwellenden Jammern verzerrt, drang über den Fluß. Und es wurden immer mehr.

Der Kaufmannssohn war nicht der einzige, der die Krähen auf der Flußinsel beobachtete, doch er ließ sich mehr Zeit für dieses ungewöhnliche Schauspiel als die meisten anderen Passanten hier am Fluß vor der Stadtmauer. Amadus von Skagen hatte Zeit, der Trubel des Marktes, der am nächsten Tag eröffnet werden sollte und dessen Aufbau in vollem Gange war, betraf ihn diesmal nicht. Morgen würde er Gespräche mit Geschäftspartnern seines Vaters zu führen haben, aber daran verschwendete er nun noch keinen Gedanken. Jetzt gab es nur den unheimlichen Anblick auf der Flußinsel.

„Aasvögel, die bedeuten den Tod“, stellte einer der Passanten fest, und ein anderer stimmte ihm zu. „Den schwarzen Tod vielleicht gar, sie warten auf die Leichen!“ Man hatte auch von mörderischen Schwärmen gehört, die über das Vieh herfielen, oder sogar über Menschen. „Krieg, im Krieg, da sollen sie sich über die Gefallen hergemacht haben!“

Amadus lachte insgeheim über diese Reden. Dies hier waren einfache Vögel, auf der Suche nach Nahrung, die sie auf den abgeernteten Feldern nicht mehr fanden. Die Zeiten der Pest waren seit Jahrhunderten vorbei, und auch an den Krieg könnte sich kein Lebender mehr erinnern. So etwas gab es nicht mehr, die Zeiten hatten sich geändert.

Komm, Herrin des Krieges!
Komm, Göttin der Nacht!

Woher stammten diese Zeilen, die plötzlich aus den Tiefen der Erinnerung auftauchte und Amadus nicht mehr aus dem Kopf ging? Da war ein Rhythmus in den Worten. Ein Lied?

Ein neuer Schwarm Vögel verstärkte den tausendstimmigen Chor, und schaudernd suchten jene, die eben noch düster orakelt hatten, das Weite. Amadus schob die rationalen Gedanken beiseite. Was wäre, wenn doch ...? Schließlich hatte auch er die alten Legenden und Ammenmärchen gehört, und sie waren allemal interessanter als die Realität. Er beobachtete die Vögel und die im Wind treibenden herbstlichen Blätter, und er lauschte dem unheimlichen Klang der ungezählten Stimmen.

Unheil, eine finstere Bedrohung - diese Vorstellung hatte etwas faszinierendes. Doch wie konnte etwas so bedrohliches schön sein?

Am nächsten Morgen strahlte die Sonne über einen lieblichen Herbsttag. Die Unkenrufe vom Vorabend waren vergessen, die Stadt befand sich im Fieber des großen Marktes. Die Händler und Handwerker waren ebenso wie die Besucher von weit her gekommen, und es gab kostbare und exotische Waren zu bestaunen. Gewürze aus dem ferne Osten, Edelsteine vom schwarzen Kontinent, Pelze aus dem Norden, all das hatte seinen Weg in die Verkaufsbuden gefunden. Die Zeit des Friedens war auch eine Zeit des Handels, und nirgends fand man dies so deutlich bestätigt wie auf den Messen und Märkten. Natürlich, es gab neben vielen anderen Produkten auch Waffen zu erwerben, doch bezeichnenderweise fand man diese an den Ständen der Goldschmiede. Schwerter waren Standessymbole, wie jenes, das auch Amadus an seinem Gürtel trug, doch kaum mehr.

Er bummelte durch die Marktzeilen, betrachtete die Auslagen der Färber und Korbflechter, der Sattler, Beutler und Täschner, der Mechaniker, Uhrmacher und Instrumentenbauer. Ob er eine neue Laute erwerben sollte? Die Segnung des Marktes, von einem einsamen Priester auf den Stufen des großen Tempels vorgetragen, beachtete er nicht. Kaum jemand lauschte dem hageren Mönch, es gab hier interessanteres zu hören und zu sehen.

Der plötzlich einsetzende dunkle Rhythmus der Trommeln ließ alle Markbesucher aufhorchen. Gaukler begannen mit ihrer Darbietung. Auch Amadus von Skagen war wieder unter den Zuschauern, obgleich er jener seltsamen Truppe mit dem Namen ‚Die Raben’ auf dieser Reise schon mehrfach begegnet war. Sie schien auf der selben Route nach Norden zu fahren, die auch er gewählt hatte.

Amadus hatte eine Handelskarawane nach Süden begleitet, bis an jene Meerenge, an der Orient und Okzident aneinanderstießen. Er hatte wichtige Geschäfte abgewickelt, geheime Dokumente übergeben und finanzielle Transaktionen getätigt. Es war inzwischen Gewohnheit geworden, daß er seinem Vater die Reisen, denen dieser in seinem Alter nicht mehr gewachsen war, abnahm, und das war der Teil am Kaufmannsleben, den er am meisten liebte. Als einzigen, das wäre vielleicht die korrekte Formulierung, denn Amadus hatte diesen Beruf nicht gewählt, sondern ererbt. Wäre es nach ihm gegangen, er hätte studiert oder gedichtet, und seinen Jugendtraum, als fahrender Musikant durch die Lande zu ziehen und von der Minne zu singen, hatte er nie ganz vergessen. Doch dem letzten Sproß des Fürsten- und seit einem Jahrhundert auch Händlergeschlechts derer von Skagen blieb ihm nichts anderes, als den Fußstapfen seiner Vorfahren zu folgen. Immerhin, dieser Beruf bot die Möglichkeit zum Reisen, und wo immer sich die Gelegenheit bot, suchte Amadus die Gesellschaft von Wandergelehrten, die Zelte der Wanderzirkusse und die Bühnen der Gaukler auf. Immer bedrohlicher wurde der Paukenrhythmus, und er folgte Amadus Herzschlag - oder richtete sich sein Puls nach den Trommelschlägen? Dann mischte sich der Dudelsack in den düsteren Klangteppich, und der grauhaarige Sänger trat auf die Bühne:

Ein Schwerttag, ein Axttag, und rot tanzt der Stahl
zur Blutjagd, zur Kopfjagd, der Zorn ist erwacht
Wir schlachten Armeen den Raben zum Mahl
und dienen der strahlenden Herrin der Nacht

Es war ein ungewöhnliches Lied, ungewöhnlich wie die ganze Vorführung, wie die ganze Truppe. Wo andere von der Liebe sangen, berichteten sie von alten, längst vergessenen Helden, alten Schlachten und blutigen Kriegen. Es war eine seltsame Faszination, die von diesen Geschichten ausging, doch auch Amadus konnte sich ihr nicht entziehen. Er erinnerte sich an die Krähen: wie konnte das Schreckliche schön sein?

Eine schwarzhaarige junge Frau trat auf die Bühne und übernahm die Melodie. Ihre Stimme war so dunkel und unheimlich wie die Worte, kaum zu glauben, daß sie wirklich aus ihrem Mund kommen sollte. Sie wirbelte in wildem Tanz über die Bretter, und ihre grauen Röcke wehten wie wallende Gewänder.

Auf nachtschwarzen Flügeln, den Sturm als Gewand
der Zorn dieser Erde, die Rache im Sinn
so hol ich die Ernte, verwüste das Land
die Göttin des Tod's und des Krieges ich bin.

Wer war es, die da besungen wurde? Eine in diesen Tagen längst vergessene Göttin oder eine Sagengestalt? Das Lied endete in einem wahrhaftigen Donner aus Trommelschlägen, und es dauerte einen Moment, ehe der erste Applaus aufbrandete. Doch dieses Zögern bedeutete keineswegs Mißfallen - das Publikum war mitgerissen!

Was folgte, war nicht minder faszinierend. Ob Lieder von erschlagenen Drachentötern oder die Darbietung des Feuerschluckers, die Vorstellung der ‚Raben‘ stellte die aller ihrer Kollegen in den Schatten. Man glaubte den Höhepunkt erreicht, nur um mit einer neuen Sensation überrascht zu werden. Wie groß mochte ihr Repertoire nur sein? Sie waren Meister ihrer Kunst!

Die wild aussehende Tänzerin mit den zerzausten Haaren kniete vorne auf der Bühne nieder. Wieder setzten die Trommeln ein, und der Grauhaarige trat hinzu und legte ihr ein Lederhalsband mit einer Kette um. Sie knurrte wütend, ließ ihn aber gewähren. Der Rhythmus wurde schneller, wurde zu einem Wirbel, als der Alte ein Tuch über die Kniende warf. Dann verstummten die Pauken, der Stoff wurde weggezogen, und statt des Mädchens hockte dort ein schwarzer Wolf.

Wieder dauerte es einen erschrockenen Augenblick lang, ehe die Beifallskundgebungen einsetzten. ‘Nur gut’, dachte Amadus, ‘daß die Zeiten der Hexenjagd vorbei sind’. Eine Vorstellung wie diese hätte die Gaukler noch vor hundert Jahren mit tödlicher Sicherheit auf den Scheiterhaufen gebracht. Nirgends auf seinen Reisen hatte Amadus je vergleichbares gesehen!

Schweren Herzens verließ Amadus den Markt, um seinen Pflichten als Sohn nachzukommen. Er mußte den Bürgermeister der Stadt aufsuchen, um über Kredite und Zölle zu verhandeln. Es widerte ihn an, dem feisten Pfeffersack Honig um den Bart zu schmieren, aber er erfüllte seinen Auftrag gewissenhaft, wenn auch ohne echte Anteilnahme. Der Kaufmann und Senatsvorsitzende residierte im ehemaligen Fürstensitz an der Stirnseite des Marktes. Das Arbeitszimmer mit dem vergoldeten Stuck an der Decke hätte auch ein Thronsaal sein können, und vielleicht war es tatsächlich einer gewesen. Alles war darauf angelegt, Eindruck zu schinden, doch Amadus ließ sich nicht verwirren. Mit der Selbstsicherheit der Gewohnheit und einem Anflug von Gleichgültigkeit, dessen wahren Grund sein Gegenüber nicht ahnte, erreichte Amadus schnell seines Vaters Ziel. Nur die üblichen Höflichkeiten mußte er nun noch austauschen, dann war er erlöst!

„Habt Ihr eigentlich vom Aufruhr in Kanara gehört?“ fragte der alte Patrizier beiläufig, während der Diener seine Tasse mit Tee füllte.

Amadus horchte auf. Kanara, das war die Stadt zwischen den Welten, die der fernste Punkt seiner Reise gewesen war. Dort lebten Völker und Religionen aus dem Abend- und dem Morgenland seit jeher friedlich nebeneinander. Aufruhr? Undenkbar!

„Weshalb“, fragte Amadus verblüfft, „und wer?“

Der dicke Alte zuckte mit den breiten Schultern. „Ich weiß nur, was mir ein reitender Bote berichtet hat. Die Anhänger der Alten Bücher haben sich mit denen des Neuen Buches überworfen, oder umgekehrt, und die Priester der anderen haben sich für die lachenden Dritten gehalten, so oder so ähnlich. Auf jeden Fall brennen die Tempel, gleich ob die des Einen, des Einzigen oder die des Dreieinigen. Dummheit, wenn Ihr mich fragt, aber man sollte die Wechselkurse im Auge behalten!“

Nachdenklich verließ Amadus das Rathaus. Religionsstreitigkeiten, die mit der Fackel ausgetragen wurden, das hatte er für längst vergessen gehalten. Früher einmal, da hatte es solches gegeben, aber doch nicht jetzt! Sicher war es ein aufgebauschtes Gerücht, das der Alte ihm da aufgetischt hatte. Vom Markt klang das Lied der ‚Raben‘ zu ihm herüber:

So kommt, meine Kinder, so folgt meinem Schrei
bringt Blut und bringt Feuer, bringt Hunger und Not
verlaßt eure Lieben, von Hoffnung seid frei
ich bin eure Mutter, bin Leben und Tod.

Sein Herz schlug für einen Augenblick heftiger. Den Krieg sollte man ihnen erklären, all jenen, die ihre Streitigkeiten mit der Waffe ausfochten! Dann besann er sich. Unfug, diese Zeiten waren vorbei! Nicht hier, nicht in dieser Zeit der Vernunft.

Der Markt von Magra ging zu Ende, und Amadus setze seinen Weg nach Norden fort, vom trockenen Spätsommer des Südens hinein in den Herbst. Er ließ sich Zeit für seine Reise, die ihn von Magra aus an den Ufern des großen Flusses entlang gen Niew führte. Er hatte es nicht eilig, ins kalte Skagen zurückzukehren, wo der Herbst nur zu bald dem Winter weichen würde. Amadus war nicht alleine auf der vielbefahrenen Landstraße, viele Wagen von Kaufleuten folgten der selben Route, um auf den zahlreichen Messen dieser Zeit ihre Waren feilzubieten. Die ‘Peststraße’, so wurde die Strecke von Kanara in den Norden noch immer genannt, den vor langer Zeit hatte sich der Schwarze Tod hier den Weg ins Herz des Abendlandes gefressen.

Natürlich waren Spielleute unter den Reisenden, und die abendlichen Feste in den Dörfern, in denen sie Station machten, waren Amadus größtes Vergnügen. Er lauschte dem Gesang der Barden, schrieb manches ihrer Lieder auf, und an manchem Ort blieb er einen Tag oder zwei länger, um sich über die örtlichen Gebräuche zu unterrichten oder eine Sehenswürdigkeit zu besichtigen.

Amadus war nicht mehr wirklich überrascht, als er auch wieder auf ‘Die Raben’ traf. Es verblüffte ihn lediglich, mit welcher Geschwindigkeit sie reisten, denn sie hatten zwar Zugpferde statt der üblichen Ochsen, aber auch einen schweren Wagen. Sie schienen nirgends lange zu bleiben, sonst hätten sie ihn nicht überholen können.

Doch nichts ist schneller als eine schlechte Nachricht, so lautete das alte Sprichwort, und so erreichte ihn auch Kunde aus Kanara. Der Nachbarstaat im Osten hatte die Gelegenheit genutzt, die Handelsmetropole in seine Gewalt zu bringen, und die Nachbarn im Norden rüsteten sich zum Eingreifen. Amadus war fassungslos. Es mußte sich um Gerüchte handeln, versuchte er sich zu überzeugen. Der Gedanke, daß er selbst noch vor kurzem dort gewesen war, erschreckte ihn. Er wollte nicht daran glauben, er wollte es vergessen.

Dann, als er am Abend die Lieder der ‚Raben‘ hörte, riefen ihm ihre Lieder die Schrecken aus dem fernen Kanara in Erinnerung. Große Krieger wurden da besungen, und Heldentaten für die gerechte Sache. Die alten Balladen versetzten Amadus in eine seltsame Stimmung. Entsetzen mischte sich mit Begeisterung und Tatendrang, ja sogar Kampflust. Ohne daß er es bemerkte, wanderte seine Hand an den Schwertgriff, während ihm der dunkle Trommelklang Schauer durch den Körper jagte.

Meine Liebe ist endlos, die Lust niemals schwach
baut mir einen Hügel aus Schädel und Bein
kämpft, wütet und haltet das Sehnen mir wach
meine Liebe erlöst euch und Blut wäscht euch rein

Waren sie Propheten, oder hatten sie nur früher als andere gespürt, was kommen würde? Diese Spielleute begannen, Amadus unheimlich zu werden. Sie verstanden es, dem Schrecken eine Faszination zu verleihen, die ihm unbegreiflich blieb, und der er sich doch nicht entziehen konnte.

Ihre Musik und ihre Zauberei ließen ihm keine Zeit, weiter darüber nachzudenken. Ihr Repertoire schien unerschöpflich, und ihre Kunststücke waren unglaublich. Jetzt wurde ein junger Mann mit lockigem schwarzem Haar, nur mit einem Lendenschurz bekleidet und mit gebundenen Händen, auf die Bühne geführt, wo man eine Eisenstange aufgestellt hatte. Das Wolfsmädchen, wie Amadus die faszinierende junge Artistin und Sängerin seit der Vorstellung in Magra für sich nannte, trat hinzu und fesselte ihn mit Lederriemen an den Pfahl. Sanft streichelte sie noch einmal über seine nackte Brust, dann setzten die Trommeln ein, und sie trat wie erschrocken zur Seite. Der Graubärtige kam auf die Bühne. Er legte einen Mantel um die Schultern des Gefangenen und knöpfte ihn am Hals zu. Dann murmelte er einige Worte, nahm den Degen und führte einen gekonnten Hieb knapp an der Kehle des Jungen vorbei. Im Publik um erklang ein Schrei. Das zerschnittene Tuch fiel zu Boden, und der Artist kam wieder zum Vorschein. Amadus traute seinen Augen nicht. Der Junge war noch immer an die Stange gefesselt, doch er hatte keine Arme und keine Beine mehr.

In einer seltsamen Gemütsverfassung, voll widersprüchlicher Gefühle, kehrte Amadus ins Wirtshaus zurück. Alle sprachen vom gerade Gesehenen, und die Stimmung war seltsam aggressiv. ‘Spiegel’, sagte einer, und ‘Hypnose’ widersprach ein anderer. Das Wort ‘Hexerei’ machte die Runde, und ein alter Mann entsann sich, daß Hexen, nein, alles Übel sogar, schon immer von den Andersgläubigen im Osten gekommen war. Seine Zechkumpane stimmten ihm zu, und bald beschwor man die guten alten Zeiten, als ein starker König für Ordnung gesorgt hatte. Heute, so kam man überein, müsse man sich selbst schützen. War das der Geist der Ereignisse von Kanara? Strahlten sie bis hierher aus?

Amadus wollte mit seinen Gedanken für sich sein, und er begab sich bald in sein Zimmer. Er träumte von der Wolfsfrau. Sie hatte ihm ihre Liebe erklärt, und nun kämpfte er um sie gegen seine Nebenbuhler. Mit dem Schwert schlug er ihnen die Gliedmaßen ab, und in ihrer Tiergestalt stürzte sie sich auf die blutigen Leichen. Dann war sie wieder Frau, berührte zärtlich seine nackte Brust, lockte ihn und entzog sich ihm wieder, und er folgte ihr, immer neues Blut vergießend. Wer war es, den er da mit der Klinge durchbohrte? Amadus wußte es nicht, es interessierte ihn nicht. ‘Nähre mich, mein Held, mein Krieger!’ sprach die Wölfin. ‘Nähre mich mit dem Fleisch der Erschlagenen, und ich bin Dein!’

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